Ihr Bürgermeister für Hemer
Ihr Bürgermeister für Hemer

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1. Wie sehen Sie die Stadt Hemer in fünf Jahren?

Gemeinsam haben wir alles dafür getan, Innenstadt und Ortsteile attraktiv zu erhalten, so dass sich alle Bürgerinnen und Bürger in Hemer wohl fühlen. Durch eine Vielzahl von kleinen Maßnahmen haben wir es geschafft, gegen den allgemeinen Trend die Einwohnerzahl Hemers insgesamt stabil zu halten. Es ist uns gelungen, das große ehrenamtliche Potential innerhalb der Bevölkerung noch stärker zu gewinnen, so dass wir die Bücherei, Musikschule und das Vereinsleben in den Ortsteilen erhalten und sogar verbessert haben.

                                                                                                                              

Gemeinsam mit der Politik haben wir es geschafft, ein neues und energieeffizientes Hallenbad zu bauen. Mit einer steigenden Zahl von ehrenamtlichen Helfern des Fördervereins und der Förderung des Tagestourismus feiern wir zehn Jahre nach der Landesgartenschau einen attraktiven Sauerlandpark, um den man uns in der Region beneidet.

 

 

2. Wie können die Probleme im Hemeraner Verkehrsnetz beseitigt werden?

Die Verkehrssituation in der Innenstadt zu den Stoßzeiten ist unakzeptabel. Als die Ampelanlagen errichtet wurden, gab es beispielsweise das Medio-Center und McDonalds nicht, so dass die Ampelsteuerungs-Software dringend angepasst werden muss. Ein Ingenieurbüro soll damit beauftragt werden, die innerstädtischen Verkehrsströme ganzheitlich zu analysieren, den einfließenden Verkehr aus den Seitenstraßen optimaler zu lenken und die Ampelsteuerung anzupassen.

 

Fakt ist aber auch, dass die Hauptverkehrsstraße dem steigenden Verkehrsaufkommen in Spitzenzeiten einfach nicht gewachsen ist. Hier könnte eventuell eine Osttangente auf Iserlohner Gebiet zwischen dem Corunna Gewerbegebiet und der Autobahnauffahrt Entlastung bringen. Die Planungen stecken allerdings auf Iserlohner Seite noch in den ersten Überlegungen. Ich werde aber nach der Wahl zum Bürgermeister Kontakt nach Iserlohn aufnehmen, um unseren Teil zu dem Gelingen dieses Projekts beizutragen.

3. Was wollen Sie zur weiteren Entwicklung der Ortsteile und deren Infrastruktur unternehmen?

In Ihmert und auch in anderen Ortsteilen sind die demographischen Veränderungen durch eine älter werdende Gesellschaft und das Schrumpfen der Einwohnerzahl bereits spürbar. Ich unterstütze es, wenn die Bürger wie in Ihmert die Zukunft ihres Ortsteils selbst in die Hand nehmen, denn sie kennen am besten die Problemfelder vor Ort und wissen, was am besten für ihr Lebensumfeld ist. Als Ratsmitglied für Ihmert und Bredenbruch begleite ich das 'Zukunftsforum Ihmert' seit September 2013 von Beginn an, und bin aktiv in mehreren Arbeitsgruppen tätig. Als Bürgermeister möchte ich dieses Erfolgsmodell 'Zukunftsforum' wo es gewünscht wird auf andere Ortsteile übertragen. Das Wichtigste für Hemer und seine Ortsteile ist eine Stabilisierung der Einwohnerentwicklung mit dem Ziel, die Infrastruktur, insbesondere Grundschule, Kindergärten und ärztliche Nahversorgung zu erhalten. Dazu sind in beschränktem Umfang auch Baulandausweisungen notwendig, um für junge Familien Baumöglichkeiten zu schaffen.

4. Wie kann Hemer mittel- und langfristig seinen Haushalt konsolidieren?

Die ursprünglich mittelfristige Finanzplanung von 2012 hat für Ende 2016 einen ausgeglichenen Haushalt vorgesehen. Nach aktuellen Zahlen der Verwaltung klafft in 2016 ein Defizit in Millionenhöhe. Der Hauptgrund liegt an der Finanzierungssystematik von Kommunen. Trotz überdurchschnittlich hoher Steuereinnahmen bleibt durch verringerte Schlüsselzuweisungen des Landes NRW nur ein geringer Teil in Hemer. Aktuell haben die kommunalen Spitzenverbände in NRW erneut eine finanzielle Mindestausstattung der Städte dringend eingefordert, was ich unterstütze. - Aber es hilft kein Klagen darüber. Wir müssen in Hemer mit entschlossenem Willen das Heft selbst in die Hand nehmen. Nach der BM-Wahl werde ich unmittelbar in Haushaltsgespräche mit Politik und Verwaltung eintreten.

5. In welche Richtung wollen Sie den Sauerlandpark entwickeln?

Der leider verstorbene Geschäftsführer, Herr Forsting, und Herr Dr. Wingendorf haben sehr engagiert und kosteneffizient den Park geführt. Gerade die jährlichen Konzerte sind nicht nur für die Besucher, sondern auch aus Stadtmarketingsicht ein Highlight. Der Park muss auf jeden Fall auf Dauer erhalten und als Familien- und Freizeitpark weiter entwickelt werden. Dabei sind der Förderverein und die vielen ehrenamtlich Tätigen ein starker Partner des Parks, die weiter mit einbezogen werden müssen.

 

Bisher übten die Geschäftsführer ihre Tätigkeit zu großen Teilen ehrenamtlich und nebenbei aus, was m. E. den Anforderungen eines wachsenden Parks in der Zukunft nicht gerecht wird. Ich möchte mit der Politik in die Diskussion einsteigen, die Geschäftsführung einem Hauptamtlichen zu übergeben. Zusätzlich soll der Tages- und Bustourismus verstärkt beworben werden, um noch höhere Besucherzahlen zu gewinnen. Hier sehe ich noch viel Potential für den Park und auch für die Wirtschaftskraft Hemers.

6. Welche Maßnahmen sind zur Förderung von Kultur und Sport nötig?

Musikschule und Bücherei möchte ich als Kultur- und Bildungseinrichtungen erhalten. Zur Stadtbücherei: Bei Engpässen wie z.B. Erkrankungen möchte ich Springer einsetzen, die den Betrieb gewährleisten. Eine Musikschule benötigt auch fest angestellte Mitarbeiter. Gemeinsam mit Musikschulleitung, Politik und Förderverein möchte ich ein Konzept entwickeln, wie wir die Musikschule bis 2025 so aufstellen, dass ihr Angebot erhalten bleibt. Zum Hallenbad: Ich möchte möglichst schnell in konkretere Planungen einsteigen, damit wir sobald es die Chance auf öffentliche Fördermittel gibt, auch fertige Pläne in der Schublade liegen haben. - Eine Sportstadt ist Hemer bereits. Mir ist Breitensport sehr wichtig, das bedeutet Sportaktivitäten in den Kindertagesstätten, Schulen bis zu mehr Bewegungsangeboten für Ältere zu fördern. Da ist noch mehr Vernetzung der Vereinstätigkeiten untereinander und auch die Vorbildfunktion eines sportlichen Bürgermeisters gefragt.

7. Welche Ideen zur Wirtschaftsförderung haben Sie?

Dazu gehört die Anbindung an einen schnellen Internetzugang und alle Möglichkeiten auszuschöpfen, Versorgungslücken in den Randbezirken zu schließen. Vorausschauend müssen wir heimischen Unternehmen auch in Zukunft geeignete Flächen anbieten können. Um die Stadt effizient und zielgerichtet weiter zu entwickeln, gilt es den Flächennutzungsplan neu aufzustellen. Wichtig ist mir, dass die Planungen insbesondere im Bereich Duloh/Eisenbahnschleife unter Einbezug des Naturschutzes und der Anliegen der Bürger stattfinden. Ich unterstütze die Ansiedlung einer privaten Hochschule in Hemer. Im Tagestourismus als Wirtschaftszweig steckt mit unseren Sehenswürdigkeiten Felsenmeer, Heinrichshöhle und Sauerlandpark noch sehr viel Potential. Indirekte Wirtschaftsförderung sehe ich darin, die Stadt insgesamt lebenswert und attraktiv zu halten. Das hilft den Unternehmen, dringend benötigte Arbeitskräfte oder auch Ärzte nach Hemer zu holen bzw. in Hemer zu halten.

8. Was kann Hemer zur Bewältigung der Flüchtlingskrise leisten?

Auch wenn wir in Hemer die geo- und bundespolit. Rahmenbedingungen nicht wesentlich beeinflussen können, werde ich als Ihr Bürgermeister versuchen, aus jeder Situation das Beste für Sie und Hemer zu erreichen. Das gilt auch für die Flüchtlingsproblematik.- Ich freue mich über die Hilfsbereitschaft vieler, die zeigt, dass Menschen in Not in Hemer willkommen sind. Ich nehme sehr wohl auch die Sorgen und Befürchtungen vieler Bürger ernst, die mit mir sprechen. Die Unterbringung der Flüchtlinge in Turnhallen kann nur eine Übergangslösung sein. Möglichst umgehend sollen sie dezentral in Wohnungen untergebracht werden. Darüber hinaus müssen wir ein Konzept erstellen, wie wir für ausreichend günstigen Wohnraum für alle Bürger Hemers sorgen. Weiter gilt: Integration beginnt am ersten Tag! Wir brauchen ein Netzwerk mit vielen Integrationsbegleitern, die für Flüchtlinge fester Ansprechpartner sind, unsere Werte und den Respekt davor vermitteln und bei der Beschäftigungssuche helfen.

9. Welche Kompetenzen bringen Sie mit, eine Stadt in der Größenordnung Hemers zu verwalten und zu führen?

Meine ersten Führungserfahrungen habe ich als Zeitsoldat bei der Luftwaffe gesammelt. Durch mein Studium der Politikwissenschaft, Wirtschaft und Recht an den Universitäten Duisburg und Birmingham/England und meine anschließende freiberufliche Tätigkeit als Dozent für Grundlagen des deutschen Rechts verfüge ich über das juristische Grundwissen, das für das Amt eines Bürgermeisters notwendig ist. Das Bürgermeisteramt erfordert darüber hinaus sehr vielfältige Fähigkeiten. Meine Verwaltungserfahrung gründet auf einer über zwanzigjährigen Tätigkeit in der Kommunalpolitik Hemers. Ich war zehn Jahre Fraktionsgeschäftsführer der UWG, zuletzt Fraktionsvorsitzender, war zehn Jahre Vorsitzender des Sozialausschusses, bin Mitglied des Haupt- und Finanzausschusses, langjähriges Verwaltungsratsmitglied der Sparkasse, seit 2007 in die Planungen zur Landesgartenschau involviert und bis heute im Aufsichtsrat der Sauerlandpark GmbH. In schwierigen Konfliktsituationen kommen mir meine Mediationserfahrungen als vereidigter Schiedsmann zugute. Während meines bisherigen langjährigen Engagements habe ich meinen Teil zu den Lösungen beigetragen, die Stadt, Ortsteile, Unternehmen und Vereinslandschaft fordern und kenne auch die Stärken und Schwächen der Verwaltung.

10. Wie stellen Sie sich mehr Bürgerbeteiligung an Entscheidungsprozessen der Stadtverwaltung vor?

Schon jetzt gibt es die rechtliche Möglichkeit, in Bürgeranträgen Anliegen und Beschwerden einzubringen, die meines Erachtens noch zu wenig bekannt und genutzt wird. Entscheidungen, die Bürger betreffen, müssen transparenter werden, was auch ihre Akzeptanz erhöht. Stadtentwicklung kann nur mit den Bürgern funktionieren, aber nicht ohne sie. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass Bürger sehr viel früher über Planungen informiert und einbezogen werden wollen und müssen, um bereits im Vorfeld Anregungen, Sorgen und auch ihre eigenen Ideen einbringen zu können. Gerade bei der anstehenden Flächennutzungsplanneuaufstellung, bei der Sanierung von Straßen oder bei der eventuellen Ausweisung von Konzentrationszonen für Windkraftanlagen müssen Anwohner und Bürger in den Diskussionsprozess möglichst früh eingebunden werden.

11. Wie planen Sie nach der augenscheinlichen Verschlechterung nach der Zusammenlegung der Bauhöfe deren Leistungen wieder zu verbessern?

Klartext: Die Erwartungen an die Fusion der Baubetriebshöfe von Iserlohn und Hemer sind, wenn überhaupt, nur teilweise eingetroffen. Unbestritten gibt es Verbesserungsbedarf an der internen Organisationsstruktur, der Personalsituation, beim Fuhrpark und an der zielgerichteten internen Zusammenarbeit. Erste Schritte in die richtige Richtung will der Verwaltungsrat des Märkischen Stadtbetriebs SIH demnächst beschließen. Nach Amtsantritt als Bürgermeister wird es einer meiner ersten Aufgaben sein, in einem intensiven Austausch mit Hemeraner und Iserlohner Kollegen und Bürgermeister Dr. Ahrens die Fortschritte auf den Prüfstand zu stellen. Denn die Qualität der Leistungen des Märkischen Stadtbetriebes bekommen die Unternehmen und die Bürger hautnah zu spüren, sie prägen unser Stadtbild.

12. Wie erfolgt eine Vernetzung der Inklusionskonzepte (Förderschule, Flüchtlingskinder) der Schulen in städtischer Trägerschaft?

Mittlerweile sind alle acht Grundschulen, Realschule und Gesamtschule sogenannte Schulen des 'Gemeinsamen Lernens'. Die Wulfertschule besitzt den Schwerpunkt „Hören und Kommunikation“, die Oesetalschule den Schwerpunkt „Geistige Entwicklung“ und in Kooperation mit Menden wird an der dortigen Anne-Frank-Schule der Schwerpunkt 'Körperliche und motorische Entwicklung' angeboten. Kernpunkt aller Überlegungen muss sein, jedem Kind eine auf seine Bedürfnisse ausgerichtete erfolgreiche schulische Bildung angedeihen zu lassen, unabhängig ob es eine Lernschwäche oder Behinderung besitzt oder nicht, und ob es einen deutschen oder Migrationshintergrund besitzt. Inklusion kann nur gelingen, wenn das Land auch die personellen und finanziellen Voraussetzungen schafft, um einen gemeinsamen Unterricht sinnvoll für alle beteiligten Schüler und Lehrer zu gestalten. Hier gibt trotz eines großen Engagements in den Schulen noch Nachholbedarf.

13. Welche Pläne verfolgen Sie für die Aufrechterhaltung der wohngebietsnahen Parkanlagen und der Naherholungsgebiete, wie dem Duloh?

Die Parkanlagen in Westig und auch an der Parkstraße dienen der Attraktivität des Ortsteils und haben festen Bestand. Auf dem Duloh-Gelände möchte die Bezirksregierung Arnsberg munitions-belastete Flächen einzäunen und dort Heckrinder wie im ehemaligen Truppenübungsplatz in Deilinghofen ansiedeln. Diese Flächen werden aber unerlaubterweise durch Spaziergänger genutzt. Die Iserlohner Seite des Duloh ist bereits Naturschutzgebiet. Diese Pläne sind bisher ohne Bürgerbeteiligung verfolgt worden. Da der Duloh ein Naherholungsgebiet ist, ist es für mich unerlässlich, hier Transparenz über die Pläne zu schaffen, die Erholung suchenden Bürger mit in die Planung einzubeziehen, um auch deren unterschiedlichen Interessen Raum und Geltung zu verschaffen.

13. Werden Sie die Energiegewinnung durch Sonne, Erdwärme oder aus Windkraft in Hemer fördern?

Ich habe Mitte der 90er Jahre u. a. freiberuflich Windkraftanlagenstandorte projektiert. Mein Engagement eine Bürgerwindkraftanlage in Iserlohn zu errichten ist damals an baugesetzlichen Regelungen gescheitert. Die Energiewende hin zu regenerativen Energien ist notwendig und wird von mir voran getrieben. Ich möchte aber einen Wildwuchs von Anlagen im Stadtgebiet verhindern und bin dafür im Flächennutzungsplan Windkraftvorrangflächen auszuweisen. Das bereits in Auftrag gegebene Gutachten, das die Vogelpopulation in den Höhenlagen Hemers prüft ist noch nicht abgeschlossen. Es lässt sich vermuten, dass wir aufgrund der Brutstätten seltener Vogelarten in Hemer nur ganz wenig genehmigungsfähige, eventuell überhaupt keinen Standort für Windkraftanlagen besitzen. Sollte dies doch der Fall sein, werde ich darauf drängen, dass auf dieser Fläche bauplanungsrechtlich ausschließlich Bürgerwindräder zugelassen werden. Das Grohe-Forum wird bereits mit Erdwärme beheizt und bei einem neu zu bauenden Hallenbad bietet es sich an, ebenfalls Erdwärme zu nutzen.

Ein Teil der Antworten wurden im IKZ oder Stadtspiegel veröffentlicht.

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